Die Konferenzen der European Survey Research Association (ESRA) bieten auch immer die Möglichkeit, Themen aus Forschungsdatenzentren zu diskutieren. Die 7. ESRA-Konferenz findet im Juli 2017 in Lissabon statt. Der Call for Sessions läuft noch bis 15. September 2016, der Call for Papers wird dann im Oktober veröffentlicht.
Auch Material, das in Forschungsdatenzentren anfällt, soll oft der Langzeitarchivierung zugegeführt werden, nicht zuletzt, um einen persistente Identifikator (z.B. DOI, URN, Handle) zu erhalten. Disziplinäre (z.B. EconStor, SSOAR) und institutionelle (z.B. OPUS Bamberg) Langzeitarchive scheiden wegen ihrer inhaltlichen oder formalen Vorgaben oft aus.
Wohin also mit Präsentationen oder Datendokumentationen? Eine Institution, die für schwarze Löcher bekannt ist, nimmt sich auch diesen Materials an, das freilich in den 25 PB, die jährlich am LHC produziert werden, nicht mehr als ein Tropfen im Ozean ist:
Metadaten bei zenodo.
Zenodo, ist nicht wählerisch und akzeptiert digitales Material jeglicher Provenienz, also auch Poster, Präsentationen, Datensätze und Software (es gibt eine GitHub-Integration), an. Der Zugang kann unter einer von 101 Lizenzen ermöglicht, mit einem Embargo versehen oder – für die Kontrollfreaks – auf Antrag gewährt werden. Dabei wird eine DOI generiert, die auch vorreserviert werden kann, um sie vor dem Upload noch in das zu archivierende Material zu integrieren, was beispielhaft ist. Das Objekt kann in eine Sammlung aufgenommen und mit einer Vielzahl an weiteren Metadaten versehen werden. Ein zusätzliches Deckblatt wird nicht eigefügt. Der Account kann mit einem ORCID– und/oder GitHub-Konto verknüpft werden, was die Anmeldung einfacher macht.
Die DDI Alliance plant derzeit, den Dienst für die Archivierung der Präsentationen auf den jährlichen Nutzerkonferenzen zu nutzen und hat dafür eine Zenodo-Community eingerichtet.
Wie bei anderen Langzeitarchiven kann man mit dem persistenten Identifikator, bzw. des bereits schon daraus abgeleiteten (!) Links, nicht in jedem Fall unmittelbar auf das Archivgut verlinken, sondern wird auf eine landing page verwiesen. Man kann sich zwar einen Link konstruieren, dessen Persistenz ist aber nicht garantiert. Das ist aber nicht zuletzt ein konzeptionelles Feature (und eher kein Bug) des Systems persistenter Identifikatoren: Eine Auflösung (resolution) muss eben noch stattfinden, damit man das identifizierte Objekt auch erreicht.
Zenodo wird vom CERN betrieben und als Bestandteil der openAIRE-Infrastruktur von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon2020 finanziert.
Am 6. und 7. Dezember 2016 findet in Köln mit der EDDI16 die 8th Annual European DDI User Conference statt. Der Call for Papers wurde gerade veröffentlicht. In diesem Jahr soll die Wiederverwendung von Software und Metadaten im Mittelpunkt stehen, aber auch alle anderen Themen im Zusammenhang mit DDI und Metadaten sind willkommen.
Eine Tradition in den letzten Zügen? Anlässlich einer aktuellen Stellungnahme der American Statistical Association gibt es von der Royal Statistical Society einen Hintergundbericht mit vielen Links.
Schon wieder ein Webinar aus UK. Am 22. März geht es um die Längsschnittdaten des UK Data Service. Gibt es E-Learning-Angebote im deutschsprachigen Raum, die in die Angebote der Forschungsdatenzentren einführen?
Wo können Beiträge zu Themen der operativen Arbeit in Forschungsdatenzentren publiziert werden? Eine Liste, die derzeit noch einen Schwerpunkt im Bereich Metadaten/DDI hat, findet sich auf BibSonomy.org. Daraus könnte mittelfristig auch eine Bibliographie entstehen. Weitere Hinweise können gerne in den Kommentaren gegeben werden.
The 14th German Stata Users Group meeting is announced to be held Friday, June 10, 2016 at GESIS in Cologne. Deadline for submissions is March 1, 2016.
Die 8. Konferenz der europäischen DDI-Nutzer_innen findet am 6. und 7. Dezember in Köln statt und bietet den deutschsprachigen Interessierten die Möglichkeit, auf kurzem Weg Zugang zur community zu bekommen. Die Konferenzwebseite enthält schon jetzt einige Hinweise.
Acht UK-Längsschnittstudien werden über das neue Portal CLOSER Discovery erschlossen. In einem einstündigen Webinar am 25. Februar wird die Plattform vorgestellt. Die Anmeldung ist kostenlos.